Aktuelles:

 

Die 8. Ulmer Denkanstöße finden unter dem Titel:

"Verantwortung - für alles oder nichts?"

vom 11.-14. März 2015 statt.

Vortragende sind u.a. Eberhard Stilz,

Joe Bausch und Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann.

HIER finden sie die aktuellen Artikel über die Denkanstöße (aktualisiert am 17.03.2015)

 

 

 

 

 

 

8. Ulmer Denkanstöße
Projekt der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG,
der Universität Ulm / Humboldt-Studienzentrum für Philosophie und Geisteswissenschaften
und der Stadt Ulm/Abt. Kultur

Veranstaltungsort: Ulmer Stadthaus

Datum: 11. - 14. März 2015

Die 8. Ulmer Denkanstöße sind dem Thema "Verantwortung - für alles oder nichts?" gewidmet und finden vom Mittwoch, den 11. bis Samstag, den 14. März 2015 statt.

 

Der moderne Mensch begegnet der Verantwortung auf Schritt und Tritt, in fast allen Lebensbereichen und Lebenssituationen. Das beginnt im Bereich der Familie, kann aber bezogen auf die gesellschaftliche Verantwortung schnell existentielle Fragen aufwerfen und reicht bis hin zu Ereignissen, die in unser Leben hineinbrechen und die nicht mehr eindeutig Personen zugerechnet werden können. Für den Klimakollaps kann der Einzelne nicht allein haftbar gemacht werden. Wie weit reicht die Verantwortlichkeit des Einzelnen? Lohnt es sich, Müll zu trennen oder auf Billigprodukte zu verzichten, wenn es andere nicht tun? Inwieweit kann der Einzelne noch Verantwortung übernehmen in einer globalisierten, einer durch Medien und durch Geldmärkte bestimmten Welt, in der er gänzlich zu verschwinden droht?

Unübersichtliche Situationen streuen die Verantwortung so weit, dass der Verantwortungsbereich nicht mehr klar zugeordnet und abgegrenzt werden kann. Schuldabweisung und –zuweisung sind die Folgen: Schuld sind immer die Anderen und nicht wir. Doch: Wie weit können wir diese Schuld delegieren? Wie weit reicht der Begriff der Verantwortung und wie weit kann der Einzelne Verantwortung übernehmen?

Das menschliche Handeln zeichnet sich dadurch aus, dass nicht alle Folgen bedacht und überblickt werden können. So kommt es immer zu unbeabsichtigten Handlungsfolgen. Man wird aber nicht nur für seine Handlungen, sondern auch für deren Folgen verantwortlich gemacht werden (Max Weber). Vielleicht besteht ein gelingendes Leben gerade darin, Verantwortung für sich und das eigene Leben  zu übernehmen, auch wenn es nicht in unserer Macht steht. So verstanden ist Verantwortung übernehmen dann immer ein zwingendes Antwort geben.

Die 8. Ulmer Denkanstöße wollen mit Ihnen Beispiele für verantwortliches Handeln diskutieren, gleichzeitig aber auch die Frage der kollektiven Verantwortung erörtern, so dass der Einzelne sich nicht durch Überforderung erschöpft.